Verein erstattet Strafanzeige wegen rechtsextremer TikTok-Inhalte

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Der gemeinnützige Verein SeiDuSelbst e. V. hat Mitte Mai 2025 Strafanzeige gegen einen TikTok-Nutzer erstattet, der in einem öffentlichen Livestream Inhalte verbreitete, die nach Ansicht des Vereins klar rechtsextremen und nationalsozialistischen Ursprungs sind.

Der Vorfall ereignete sich am Abend des 15. Mai in einem TikTok-Livestream. Dort äußerte ein Nutzer im öffentlichen Chat mehrere Begriffe, die in Zusammenhang mit der NS-Zeit stehen und in ihrer Kombination eine verdeckte Anspielung auf verbotene Parolen darstellen. Darüber hinaus relativierte er in einer weiteren Aussage die deutsche Geschichte und stellte eine Verbindung zur heutigen Gesellschaft her, die nach Einschätzung des Vereins geschichtsrevisionistisch und menschenverachtend ist.

„Solche Aussagen sind nicht harmlos – sie sind gefährlich,“ sagt Daniel Peters, Vorsitzender des Vereins. „Wer sich online so äußert, transportiert Ideologien, die unsere Demokratie untergraben und gezielt Hass säen.“

Der Verein, der sich für Aufklärung, Vielfalt und queere Jugendarbeit einsetzt, dokumentierte den Vorfall und leitete die Inhalte umgehend an die Polizei weiter. Auch TikTok wurde offiziell benachrichtigt – mit der Bitte, die Inhalte zu prüfen, zu sichern und entsprechende Konsequenzen gegen das Profil einzuleiten.

Digitale Plattformen in der Verantwortung
Neben der Anzeige bei den Strafverfolgungsbehörden ruft der Verein auch die Plattformbetreiber zu mehr Verantwortung auf. „TikTok und andere soziale Medien müssen ihrer Rolle gerecht werden und klare Grenzen setzen – Hass ist keine Meinung,“ so Peters weiter.

Die Strafanzeige wird derzeit von der Polizei NRW bearbeitet. Die Aussagen wurden gesichert und stehen den Ermittlungsbehörden zur Verfügung.

Engagement gegen Hetze – auch online
Mit der Anzeige setzt der Verein ein klares Zeichen gegen rechte Hetze im digitalen Raum. Denn: Auch Online-Statements können strafbar sein – und müssen als solche behandelt werden. „Wir schweigen nicht, wenn die Menschenwürde verletzt wird – weder im echten Leben noch im Netz.“

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